die straßen
tanzen nackt und blau
die stunde
schmeckt belebend heiß wie tee
die lampen
schimmern sonnig wie ein herbstwald
und die gedanken
liegen frisch wie morgenschnee
mit bloßen
händen säubern wir die sinne
die stumpf wie
fenster warn vom sauren regen
wir treiben
unaufhaltsam durch den ozean der zeit
und ahnen es der
sturm wird sich nicht legen
nicht legen
aus dem radio
stürzt das schweigen
im kopf dröhnt
kosmisch heißer jazz
wir weben aus
dem straßenstaub was warmes
und feiern das sekundenfest
die dame die
erinnerung für pflicht hält
wird traurig und erstarrt zu salz
wir lachen und wir tanzen um die säule
und endlich
klopft das herz uns bis zum hals
bis zum hals
auf dem tisch
liegt eine rechnung
wir zerreißen
sie und leben unsre lust
wir pfeifen auf
die diktatur der mehrheit
die hoffnung als
prinzip ist ein verlust
wie lange solln
wir uns vertrösten
auf paradiese
die dann irgendwann
mal kommen
sollen während leise
und ungenutzt
die beste zeit verrann
verrann
nein nein die
straßen tanzen nackt und blau
die stunde
schmeckt belebend heiß wie tee
die lampen
schimmern sonnig wie ein herbstwald
und die gedanken
liegen frisch wie morgenschnee