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Montag, 13. April 2015

Kurze Erinnerung an Günter Grass

Als ich im Sommer 2003 als Gastdozent neueste deutsche Literatur in Jakarta/Indonesien unterrichtete, fragten mich, als die Rede auf Günter Grass kam und ich im Präsens von ihm sprach, die dortigen Germanistikstudenten ein wenig überrascht: "Lebt der denn noch?"
  Für sie war der deutsche Nobelpreisträger ein ferner Klassiker aus einer anderen Epoche (eben der vor 1989 - und literarisch stimmt das ja auch selbst für seine nach 1989 erschienenen Bücher) ...


Eines Frühjahrs durfte ich an seinem alten Schreibtisch, an der er Jahre zuvor seinen Großroman "Die Rättin" geschrieben hatte, als braver Literaturstipendiat meine kleine "Mäuse"-Novelle tippen... Die Lesepremiere fand vor versammelter nordelbischer Dorfbewohnerschaft in der frisch renovierten alten Holzküche des Döblinhauses zu Wewelsfleht statt, in der einstmals all die berühmten Butt-Rezepte ausprobiert worden waren und Grassens echte Rättin (sic!) nebst ihrer Nachfahren die Dielen so sehr zernagt hatten, dass sie eben komplett renoviert werden musste... Das wunderbare, handgeschnitzte bäuerliche Holzhaus am Elbdeich war ja bis 1985 von der Familie Grass bewohnt worden; bis dann 5 km weiter das Kernkraftwerk Brokdorf gebaut wurde - da schenkte Grass das Haus der Berliner Akademie der Künste für deren Stipendiatenprogramm für verhärmte Großstadtdichter und zog mit seiner Familie fort. Der Nussbaum, den Grass angeblich zur Geburt seiner Tochter Helene dort im Garten gepflanzt hat, beherrscht heute in aller Pracht das Grundstück und tritt übrigens auch in meinem Gedicht "sängerkrieg" (siehe "sekundenbuch", S. 97) eine Strophe lang auf:
  ...
      vor meinen fenstern hebt
      der nussbaum seine siegeräste
      in seinen zweigen verglüht
      feierlich breit der abend

 ...
(Natürlich ist es zum Verständnis des Gedichtes völlig unerheblich, welcher Nussbaum mir beim Schreiben in realo vor Augen stand... aber hier sei es passenderweise erwähnt.)

Später geriet ich zu einer Jubiläumsveranstaltung des Döblinhauses in der großen Mehrzweckhalle hinterm Elbdeich mit ihm diskutierend aneinander, als ich ihn aus gegebenem Anlass spontan öffentlich bat, nicht immer so westonkelig für "die Ostdeutschen" zu sprechen, wir könnten ganz gut für uns selbst sprechen und dächten desöfteren was ganz anderes als er der Welt weismachen wollte, das wir dächten... Eiei, das fand er nicht witzig und war für ein paar Stunden echt eingeschnappt. (Thema des Forums war "Literatur und Politik" gewesen und wir jüngeren Autoren hatten auch dazu teilweise doch recht andere Meinungen als der alte Meister.) Zum Glück ist seine Frau Ute eine Arzttochter von Hiddensee, sodass sie mich als gebürtigen Greifswalder ansprach und wir am Ende des Tages und Abends dann doch wieder halbwegs einträchtig beieinander saßen. (Siehe Foto. Das war übrigens kurz vor dem "Häuten der Zwiebel"-Skandal seiner verschwiegenen SS-Mitgliedschaft, er hatte das entscheidende Interview dazu schon gegeben, aber es war noch nicht erschienen und ging erst in der Woche danach hoch.)

In ein, zwei Sätzen kommentiert (d.h. lobt) er übrigens in seinem Roman "Ein weites Feld" auch all die literarischen Erzeugnisse aus meinem heutigen Wohnhaus in Berlin - indirekt, indem er es "Fonty" sagen lässt...

Jetzt ist er verstummt, der streitbare Zausel. Und Oskar Matzeraths Stimme gellt uns für immer in den Ohren.



(c) Foto: Peter Wawerzinek

Freitag, 31. Oktober 2014

Amerika 6 - Im Haupttempel der Bücherwelt


Ein glücklicher Zufall und ein paar Emails mit mir persönlich  unbekannten, freundlichen Unterstützern meiner Reise haben es ermöglicht, dass ich am Donnerstag in aller Herrgottsfrühe aufstehen und mit Marcel per Eisenbahn nach Washington D.C. fahren konnte, um dort pünktlich um zehn eine persönliche Führung durch die Library of Congress, die legendäre Nationalbibliothek der USA, zu erhalten, die zugleich auch als größte Bibliothek der Welt gilt. (Ein nachträglicher Blick in deren Onlinekatalog ergibt übrigens, dass man hier immerhin zwei meiner Bücher im Bestand finden kann.)
 
Das großzügige, helle Jefferson-Gebäude (es gibt noch einige Nebengebäude auf dem Gelände wie auch außerhalb der Stadt) befindet sich direkt hinter dem Capitol und wurde 1897 nach den Entwürfen zweier deutscher Architekten in einem prachtvollen, historistischen Stil erbaut und von zahlreichen führenden Künstlern der letzten Jahrhundertwende ausgeschmückt. Unter den klassisch anmutenden Skulpturen, die die Fassaden außen wie innen schmücken, finden sich neben den großen Griechen, Engländern und Amerikanern auch Goethe und Beethoven wieder. Überhaupt ist der deutschen Anteil in dieser Bibliothek erstaunlich hoch, nicht nur als große (gleichsam Pate-stehende) Geister in der Gestaltung der Räume, sondern auch im Bestand - deutsche Bücher bilden nach den englischen die zweitgrößte Gruppe in der LoC.      

Erklärt bekommen wir dies von einem überaus charmanten, klugen und energischen Mann: Dr. Kurt Salomon Maier betreut seit 1978 ununterbrochen den deutschsprachigen Katalog der LoC. 1930 in Deutschland geboren, entkam er 1941 glücklicherweise in die USA und wurde hier Literatur- und Bibliothekswissenschaftler. Jetzt, mit 84 Jahren, arbeitet er (nach dem Tod seiner Frau) immer noch gerne ganztägig in der Bibliothek und eilt uns im Sauseschritt durch die prachtvollen Säle und die langen Gänge voran, sodass ich immer wieder Mühe habe, ihm zu folgen.  

Wir freunden uns auch persönlich rasch an, er erzählt nebenbei einiges aus seinem abenteuerlichen Leben, Karten werden ausgetauscht und weitere Kontakte vereinbart. Neben vielen Details am Stuck und in den Wandmalereien zeigt und erklärt uns Kurt Maier schließlich u.a. auch die legendäre große Gutenbergbibel (zu der er ein führender Experte ist) oder die erste (noch äußerst unvollständige) Landkarte der Welt, auf der Amerika als ebensolches benannt ist. Später gehen wir durch die technischen Gedärme des Hauses im Keller, um mit einem klappernden Uralt-Fahrstuhl aus glänzendem Messing und rotem Samt hinauf zum Raritätenkabinett zu fahren, dessen Türen für uns leider verschlossen bleiben... Aber schließlich geht es durch die spanische Abteilung hinüber in den europäischen Lesesaal, wo uns Kurt Maier verabschiedet und an seinen Schreibtisch zurückkehrt, den er eigens für uns ausnahmsweise verlassen hatte, um uns bis zu unserer nächsten Verabredung ein wenig im deutschen Handbestand blättern zu lassen... 

Schließlich begrüßt uns ein freundlicher und äußerst aufgeschlossener Gentleman (dieses Mal in Englisch), Mr. David Morris, Chefkurator der Europäischen Abteilung. Er erklärt uns, dass sein Department nach dem Mauerfall durch Integration der westeuropäischen Staaten in die ursprüngliche Osteuropaabteilung entstanden sei - als eine Art umgekehrter europäischer Vereinigung. Er hat als Historiker in Bonn über die Politik Helmut Kohls promoviert und erweist sich als überaus gut informiert über die jüngste deutsche Geschichte und ihre Untiefen. Er bedauert es, dass wir erst jetzt in Kontakt kommen, sonst hätte er mich gerne zu einer Lesung zu 1989 an sein Haus eingeladen. Besonders interessant wird es, als wir während unseres ca. einstündigen Gespräches auf die Samisdats des Ostens, die selbstgemachten Untergrundzeitschriften zwischen 1945 und 1989, zu sprechen kommen, von denen die LoC offensichtlich nur einige wenige gesammelt hat. Dass ich diese Zeitschriften als wichtigste Zeugnisse eines niemals veröffentlichten, prägenden Kapitels europäischer Geschichte bezeichne, verspricht mir Dr. Morris, sich dieses Themas anzunehmen und nachzuforschen, ob sein Haus hier der ihm eigenen universellen Bewahrungsintention ausreichend nachgekommen ist.  (Einen Tag später schon erhalte ich dann eine Email von ihm, dass er bei sich im Haus ebenso wie bei einigen angeschlossenen Universitätssammlungen nachgefragt hat und sie sich nun gemeinsam dieses Themas annehmen wollen. Falls ich wieder im Lande wäre, würde er mich gerne zu einer Veranstaltung dazu einladen.)
  Abends, zurück in Fredericksburg, gab es einen studentischen Halloween Poetry Slam an der University of Mary Washington, der mir trotz einiger kostümierter Teilnehmer sehr gut gefiel: Obwohl die meisten zum ersten Mal an einem Slam teilnahmen, waren alle Beiträge von durchaus slam-tauglicher literarischer Qualität. Und vor allem ging es wirklich um Poesie oder um gut performte Storys (und nicht um die meisten Schenkelklopfer wie inzwischen bei den meisten deutschen Slams, die eigentlich längst COMEDY Slams heißen müssten). Und auch das Publikum entschied weise und wählte tatsächlich die beiden mit den besten Texten zu Siegern und nicht etwa die mit der coolsten Performance oder dem emotionalsten Thema. Respekt.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Amerika 5 - Kleinstadtintermezzo



Von  der prachtvollen Union Station im imperialen Herzen Washingtons (gleich neben dem Capitol) fuhr ich am Freitagnachmittag mit den beredt schweigenden Feierabendpendlern die knapp zwei Stunden hinunter ins deutlich beschaulichere Fredericksburg; entlang großzügiger Gebäude und grüner Landschaften in der goldenen Herbstsonne von den Ufern des Potomac zum mighty Rappahannock.
  Nach Washington würde ich noch zurückkommen, jetzt ging's zu Fuß durch die abendliche, kleine Stadt zu dem gemütlichen Haus von Marcel und John, das für die kommende Woche vorübergehend auch mein Zuhause sein soll.

Am Samstag fliegt John für ein paar Tage zu einer Konferenz nach St. Louis; Marcel nimmt mich mit auf den lokalen farmer’s market, auf dem es frisch vom Erzeuger unglaublich dicke Radieschen, golfballgroßen Rosenkohl und bunten Blumenkohl gibt. Wir werden zwischen den paar Ständen jedoch nicht nur von einer ausgewanderten Verkäuferin auf Deutsch angesprochen, sondern treffen auch Allyson und Chris beim Einkaufen, bei denen wir abends zum Essen eingeladen sind… Auch später im Wegman’s Supermarket treffen wir neben anderen Bekannten auch Allyson und Chris – es ist eine kleine Stadt und die guten Sachen gibt’s nur an bestimmten Stellen… Abends dann gibt es im Haus von Allyson (Historikerin für Spanien 16./17. Jh.) und Chris (Psychologe) die Einkäufe des Tages als recht vertraut schmeckenden Auflauf und wir haben in dem hellen, südlich-erlesen eingerichteten Holzhaus mit den beiden seniorenalten Hunden ein munteres Gespräch über Geschichte, Literatur, etwas Politik und einen internationalen Vergleich von Dichterattitüden. (Allyson: „I never met a poet like you. Except your vest and hat you behave absolutely normal.“)
 
Am Sonntag lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück, dann skype ich unter allerlei technischen Umständlichkeiten mit dem bereits schon abendlichen Berlin („elektronische Familienzusammenführung“ meint Marcel) und brechen erst am Nachmittag, perfekt ausgerüstet, zu einer Radtour auf. Ein paar Minuten hinter der Stadt, aber bereits in Stafford County, liegt auf einem Hügel über dem halb verfallenen Dörfchen Falmouth das Anwesen Belmont des deutsch-amerikanischen Malers Gari Melcher, den in Amerika angeblich jeder Gebildete, in Deutschland (nicht ganz zu Unrecht) jedoch kaum jemand kennt. 
  Melcher, der sich auch einige Jahre in den Niederlanden und Deutschland rumgetrieben hatte, gehörte um 1900 herum zu den einflussreichsten und, dank seiner geschäftstüchtigen Porträtmalerei vor allem der Berühmten und Erfolgreichen, auch zu den reichsten Malern Amerikas. 
  Der Ort und das Anwesen sind wunderbar, wir besichtigen zunächst das Studio mit den vielen (qualitativ sehr unterschiedlichen) Gemälden. Später werden wir von gebildeten älteren Damen in einer kleinen Gruppe durch das noch komplett originalausgestattete Haupthaus geführt, in dem es jede Menge echter schöner alter Möbel, Teppiche und Gemälde gibt - was in den USA geradezu einmalig ist, weswegen dort auch keine Bilder gemacht werden dürfen. 

Schließlich steigen wir hinter Belmont noch hinunter zu den Wassern des (mighty) Rappahanock, der an dieser Stelle besonders breit und malerisch über abgeschliffene Sandsteinfelsen sprudelt. Wegen des (relativ) nahen Atlantiks hat der Fluß täglich schwankende Wasserstände, momentan scheinen sie besonders flach zu sein. John hatte mir vorher schon erzählt, dass man hier auch schöne Kanutouren machen kann, jetzt hätte ich Lust dazu, aber Marcel berichtet mir nun von seiner Ganzkörper-Amerikataufe – anlässlich einer Kanutour auf dem (mighty) Rappahannock… Wir radeln im warmen Herbstwind zurück zur Stadt und trinken unseren Kaffee in einer kleinen Bakery, die früher einmal eine Kirche war.  (Abends dann gibt es Fisch und Wein und anschließend „Tatort“ und „tagesthemen“ – zwei müde Deutsche am Sonntagabend halt… das ist dank des Internets vermutlich inzwischen weltweit so denk- und machbar, warum also nicht auch in Ost-Virginia.)

Am Montag geht Marcel zum Dozieren zur Uni und ich habe Zeit meine Sachen zu sortieren und ein wenig das Haus zu erkunden. Die beiden haben dieses kleine Holzschlösschen wirklich bis in den letzten Winkel ebenso erlesen wie praktisch & bequem eingerichtet; nicht nur die beiden Katzen (Valentino und Rambowa), auch ich könnte hier ohne weiteres mein ganzes Leben verbringen, ohne jemals nach draußen zu gehen. (Dazu deshalb demnächst eigens einen Hausbericht!) Dann allerdings lockt mich die warme Herbstsonne schließlich doch hinaus und ich durchstreife am Nachmittag die unerschöpflichen Antik-Shops und Geschenklädchen („Nichtsnutzläden“ würde Simone - nicht ganz zu Unrecht - sagen) von Fredericksburg: Zwar ohne irgendetwas Brauchbares zu finden, aber von all dem nostalgischen Krimskrams dennoch bestens unterhalten, bevor ich mich zuhause mit einem Kaffee auf der sonnigen FrontPorch niederlasse.  

Sonntag, 19. Oktober 2014

Amerika 1 - Ost Virginia

Gut - dass bei der Landung in Kopenhagen die Maschine wegen plötzlicher Seitenwinde noch einmal durchstarten musste, obwohl die Räder den Boden der Landebahn bereits berührt hatten, war ein kleiner Schreck, aber wir folgen den Flughafen einfach noch einmal von der anderen Seite her an und dann klappte es. Auch dass ich den großen Transatlantik-Airbus nach Washington nach dem Einsteigen noch einmal verlassen musste, weil ich meinen Herbstmantel einsam und allein im Warteraum zurückgelassen hatte, war kein großes Problem. Und dem nächtlichen Streik der Lokführer, der den Berliner S-Bahnverkehr lahmgelegt hatte, begegnete ich zu Beginn der Reise einfach, in dem ich mir eine Stunde länger Zeit für die Anfahrt auf Tegel genommen hatte, was auch tadellos funktionierte... Schon in Berlin war ich wie immer noch vor dem Abheben in einen tiefen Schlaf gefallen: Irgendwie hat mein Körper in den letzten Jahren den Reflex herausgebildet, in ein erholsames Reisekoma zu verfallen, sobald er einen Flugzeugsitz berührt. (Ein Überbleibsel der vielen Fliegerei in Indonesien, wo der Körper lernte, sich sofort Schlaf zu holen, wann immer Zeit und Ruhe dafür blieb.) Nach der üblichen Bordverpflegung geriet ich also kurz hinter Schottland ins Traumland und wachte erst über Montreal wieder auf. Die Landung in Washington Dulles verlief unspektakulär, die Hügel um die Stadt leuchteten zwischen den Wolken in den gleichen Farben wie die Wälder um Berlin. Dann allerdings stand ich mehr als zwei Stunden in der dichtgedrängten multikulturellen Warteschlage für Einreisende ohne amerikanischen Pass, was am Ende eines mehr als zehnstündigen Fluges nicht ganz angenehm war. Man ließ mich ins Land, obwohl ich im Gegensatz zu den anderen meine ESTA-Anmeldung nicht ausgedruckt hatte. Gegen drei gelandet (was mein Körper sofort als  geltenden Nachmittag akzeptierte), konnte ich gegen halb sechs endlich in den roten Nissan-Pathfinder von Tony Mendoza steigen, der mich (im Auftrag der University of Mary Washington) (unter vielfachem Abspielen von ihm geliebter Saxophonsongs von seinem I-Pod) in weniger als zwei Stunden durch den zähfließenden Feierabendverkehr auf Virginias Highways Richtung Süden nach Fredericksburg bugsierte. (Es fühlte sich nicht viel anders an als eine Fahrt auf dem Berliner Ring.)

Das Häuschen von Marcel und John liegt in einer stillen Seitenstraße unter großen Bäumen. Weiß gestrichen, mit wunderbaren Schnitzereien verziert und von allerlei bestens gedeihenden Pflanzen umgeben, erscheint es mit seinen kleinen Zimmern voller geschmackvoller Möbel und dem kleinen Garten als Inkarnation angenehmer Geborgenheit. (Die weißen Korbsessel auf der kleinen Frontveranda haben selbstverständlich dezente Schaukelkufen.) Ich werde schon erwartet und bekomme in der Abenddämmerung neben Cider im Garten und  einer köstlichen Herbstsuppe in der Küche auch das gemütliche Arbeitszimmer unterm Dach - und bin angekommen in Amerika.

Am nächsten Morgen führt mich John ein paar Schritte die Straße hinunter, wo zwischen Bäumen und fetten Uferwiesen gemächlich die braunen Wasser des Rappahannock Rivers entlangströmen (the mighty Rappahannock, wie John immerfort ergänzt). Über eine Brücke gelangen wir auf die Hügel der anderen Seite, wo in der goldroten Sonne des Indian Summer (wir sind ja auf uraltem Indianerland) die roten Backsteinhäuser von Chatham Manor liegen – einem legendären Ort vor allem während des amerikanischen Bürgerkriegs, von dem aus man die ganze Stadt Fredericksburg mit ihren Türmchen und Giebeln friedlich vor sich ausgebreitet überschauen kann. Die Wohnhütten der einstigen Farmsklaven stehen nicht mehr (weil sie eben nicht aus Backstein, sondern nur als Holz waren), aber Schautafeln erinnern daran. Der eifrige house guide in seiner Nationalpark-Uniform erklärt uns, dass Washington, Madison und Jefferson hier aus und eingegangen seien und dieses kleine Anwesen während der großen Schlachten des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ein legendäres Notlazarett gewesen sei. Auch der Bruder des Dichters Walt Whitman sei hier verwundet worden, und als dieser schließlich kam und ihn besuchte, berichtete er später von Hunderten improvisierter Amputation, nach denen man die abgeschnittenen Glieder der Verwundeten aus Zeitmangel einfach aus dem Fenster geworfen und draußen unter den Bäumen zu einem Kegel aufgeschichtet habe...
                                               

Fredericksburg in Virginia ist also eine kleine Stadt mit großer Vergangenheit, einer der wenigen Orte in den USA, in denen man auf Schritt und Tritt Vergangenheit entdecken und der Geschichte begegnen kann. (Mich erinnert es ein wenig an Weimar – auch so einer kleinen Stadt mit großer Vergangenheit, die man heute mit viel Hingabe und großem nostalgischem Selbstbewusstsein pflegt. Allerdings ist Fredericksburg etwas luftiger und weniger eng, man spürt schon deutlich den Süden und ein wenig auch den Atlantik, der – wenn auch schwer erreichbar – nur etwa 50 Meilen Luftlinie entfernt ist.) Hier landeten einst die ersten britischen Siedler dieser Gegend und eroberten das Land. Das erklärt uns ausführlich und mit großem Enthusiasmus der schneidige Jack Edlund, der das uralte steinerne Lagerhaus an der Rappahannockbrücke von der Stadt übernommen hat, und als privater Archäologe dessen vier Stockwerke (von denen nur noch das oberste auf Straßenniveau herausschaut) nun Schicht für Schicht aus den Schlammschichten des Flusses gräbt, und dabei Unmengen an Kanonenkugel, Münzen, Degen, Bajonetten aber auch Pfeilspitzen und Keramik zutage fördert, die er in staubigen Vitrinen seines schummerig beleuchteten Steinhauses stolz präsentiert. 

Wir essen als ortsüblichen Mittagsimbiss in einer kleinen Eatery in der verträumte Haupteinkaufstraße (die neben der üblichen patriotischen Deko übrigens auch mit etlichen deutschen Fahnen geschmückt ist – kürzlich war eine Delegation der deutschen Botschaft in der Stadt) warme Sandwiches (ich einen John Monroe, John den legendären Reuben) mit Essigchips und dazu Pflaumenlimo und schlendern weiter durch die beschaulichen Straßen mit den großen Bäumen und den großzügig angelegten Häuschen und Villen, von denen keines höher als zwei Stockwerke ist. 


Schließlich erreichen wir das großzügige Gelände der University of Mary Washington (UMW), wo zwischen großen Bäumen und gut gepflegten Wiesen zahlreiche rote Backsteingebäude um einen hohen Märchenturm mit goldener Kuppel verstreut liegen. Auch hier herrscht eine unaufgeregte, ruhige Atmosphäre mit ein wenig ländlich-britischem Flair und einem Hauch Süden. Ich bespreche in Marcels Büro mit Nathan, einem freundlichen Deutschstudenten mit ehrgeizigen Business-Ambitionen für Deutschland, die Übersetzungen meiner Lesetexte; dann laufen wir hinüber zu Marcel, der mit seinen Studenten auf einer der Campus-Wiesen - tja nun - die Berliner Mauer wiedererrichtet. Junge Amerikaner sprühen fröhlich deutsche Sprüche auf weiße Styroporplatten und fügen sie dann unter Anleitung eines projektführenden Kunststudenten im milden Abendlicht der Sonne von Virginia zu einer Mauer zusammen, die beim anschließenden Fotoshooting mit Angela Merkel (als Pappfigur bereitgestellt von der deutschen Botschaft) tatsächlich eine Art East-Side-Gallery-Gefühl erzeugt. Am 6. November soll diese Mauer dann in einer öffentlichen Aktion feierlich eingerissen werden - am 9. November hat man wegen Wochenendes leider keine Zeit dafür.




Freitag, 23. November 2012

TRANSPAPA

Gestern hatte ein großartiger Film über eine Dreizehnjährige, die ihren inzwischen als Frau lebenden Vater kennen lernt, im Berlin Premiere, der mich dreifach staunen lässt - sowohl die junge Hauptdarstellerin Luisa Sappelt als auch die lebenskluge Berliner Regisseurin Sarah Judith Mettkes beeindrucken mit absolut überzeugender, berührender Arbeit. Und Meister-Schauspieler Devid Striesow spielt sich mit dieser Trans-Gender-Rolle endgültig in den Olymp europäischer Schaupielkunst. Prädikat: Unbedingt ansehen!

>> Transpapa <<
ARD: Debüt im Dritten
SWR
Fernsehen BW
Mittwoch, 05.12.12 | 22:00

>> TRAILER

 (Foto: BesserAls Echt, Quelle: filmportal.de)

Freitag, 16. November 2012

Chile Blog (4 - Besuch bei Neruda)


Santiago de Chile - Donnerstag, 15. November 

Morgens gehe ich mit Julio aus dem Haus; er zur Arbeit, ich auf Stadtexpedition. Zuerst fahre ich mit der Metro bis ins Herz der Stadt, nach La Moneda. Hier steht der Regierungspalast, der bei Pinochets Staatsstreich gegen Allende 1973 zerstört wurde – und nach dem Ende der Militärdiktatur wieder aufgebaut wurde. Heute gibt es hier ein großes unterirdisches Kulturzentrum mit Museen und Galerien - sowie die größten Erdbeeren der Welt (siehe Foto - die sind fast so groß wie die Avocados, die auch gerade Saison haben) und die süßesten Bonbons von ganz Südamerika.
  Von dort aus laufe ich der Nase nach durch die Stadt und stelle mit Entsetzen fest, dass mein nützlicher innerer Kompass, auf den sonst immer Verlass ist, hier überhaupt nicht funktioniert – beziehungsweise: genau spiegelverkehrt! Will sagen: Wenn ich 1 km nach Norden gehen will, lande ich 1 km im Süden, will ich nach Osten, lande ich im Westen – immer exakt spiegelverkehrt zu meinem eigentlichen Ziel… liegt es daran, dass die strahlende Sonne auf der Südhalbkugel andersrum
steht
? Oder richtet sich mein Orientierungssinn vielleicht instinktiv nach dem Magnetfeld der Erde und das ist hier auf Süd gepolt?? Ich habe keine Ahnung, aber es passiert mir an diesem Tag immer wieder, selbst wenn ich mir vornehme, vorausschauend spiegelverkehrt zu denken… verdammt, das gab‘s noch nie!! Egal, die Stadt ist angenehm und es gibt viel zu sehen, deshalb ist fast gleich, wo ich zwischendurch lande… Am Ende komme ich doch immer dort an, wo ich hin will.

  Mit Hilfe netter Studenten und der Metro finde ich schließlich das Ziel meiner zweiten Etappe: Santa Lucia. Hier gibt es unter anderem einen ruhigen Schnickschnack-Markt der Einheimischen, den ich durchwandere und mir einen Riesenbecher köstlichen Fruchtsaft aus drei frischen Fruchtsorten gönne (deren Namen ich natürlich längst wieder vergessen habe…).  Dann laufe ich hinüber zur Nationalbibliothek und dem schattigen Park voller hoher Palmen und Araukarien. Daneben erhebt sich pittoresk ein dschungelgrüner Hügel mit Treppen und Türmchen – Santa Lucia, das ist auch ein Park mit Felsen, Grasterrassen und riesigen Bäumen, eine duftende Oase in der Stadt. Ich plaudere mit ein paar herumlungernden studentischen Aktivisten, die seit Monaten gegen die teure Bildung protestierten und amüsanter Weise hoffen, dass ich ihr Sponsor werde...

Entlang des hügeligen Parks wandere ich in der Mittaghitze vorbei an den vielen Brunnen und Kirchen druch die Straßen dieser Stadt bis hinüber zum Plaza Italia. Unterwegs überall diese blühenden Bäume, deren glockenblumenzarte Blüten alle Fußwege mit hellvioletten Federchen übersäen, als wären in der ganzen Stadt für ein Brautpaar Blumen gestreut. Am Italienplatz steht der Telefonikaturm stolz und postmodern; der reißende, schlammbraune Río Mapocho strömt mit  irrsinniger Geschwindigkeit unter den Straßenbrücken aus den Kordilleren (die sich in dunstiger Ferne fast unsichtbar aber mächtig über der Stadt erheben) hinunter zum Meer.  Hinter dem tempelhofartigen Gebäude der großen Universität steht auf einem grünen Hügel die Madonna von Santiago und segnet aus der Ferne mit zartweißer Hand das Land.

Am Fuße des grünen Madonnenhügels aber liegt mein eigentliches Ziel für diesen Tag: Die Fundacion Pablo Neruda. In einer stillen grünen Seitengasse hatte sich Neruda in den vierziger/fünfziger Jahren ein kleines verwinkeltes Liebesnest nach Art einer Seemannsbehausung an den Hang bauen lassen, als sei dies der Steilhang einer Küste. (In Wirklichkeit sah man damals, wo heute die Hochhäuser der Innenstadt die Sicht beherrschen, bei gutem Wetter die weitläufigen Bergzüge der Andenkordilleren in voller Breite.) Heute ist das Häuschen, dass sich mit allerlei schattigen Plätzchen, Treppchen und dichtem Baumbestand über drei Ebenen an den Berg schmiegt, ein Museum. Carlos, der Pressechef der Stiftung, begrüßt mich freundlich, er bedauert, dass bei der Kürze meines Aufenthaltes leider keine Lesung mit mir zu organisieren war, aber er wird als Ausgleich arrangieren, dass ich am Samstag auch an der Küste vor Valparaíso im anderen Haus der Stiftung, dem Alterssitz Nerudas, empfangen werde... höflich sind sie zu den Dichtern, die Chilenen.
 
Durch das Haus führt mich dann Alvaro (der natürlich nur zur Aushilfe hier arbeitet und eigentlich auch Dichter ist); leider darf ich im Inneren dieses wunderbaren Häuschens wie alle Besucher keine Bilder machen. Er kennt dafür allerlei Schnurren aus dem wilden Liebes- und Dichterleben Nerudas, er zeigt mir die geheimen Türen, durch die er seine Gäste gern als Pirat verkleidet erschreckt haben soll; er macht mich auf die vielen Kuriositäten aufmerksam, die der weltreisende Neruda zusammengetragen hat, aber er weiß auch, dass dieses Haus nach Nerudas Tod (nur 12 Tage nach Pinochets Staatstreich) bis auf die schweren Tische vom Militär verwüstet und ausgeräumt wurde und alles, was wir jetzt sehen, von Nerudas „Witwe“ Matilde Urratia (in Wirklichkeit hat Neruda nur die erste seiner drei Frauen geheiratet - die Nebengeliebten mal ganz außeracht gelassen - er wurde nie geschieden; diese Sängerin blieb jedoch nach sein Tod hier in Santiago wohnen), die - anders als Neruda, der noch zwei weitere Häuser besaß - in diesem Haus starb, ehe es Stiftung und Museum wurde, im Geiste Nerudas wieder neu eingerichtet wurde.

Im unteren Bereich, dem Steinhaus an der Gasse, gibt es gleich hinter einer effektvollen kleinen Willkommens-Bar das niedrige, tunnelartige Esszimmer und dahinter die Küche. Hier hat der gesellige Neruda ständig Gäste aus aller Welt empfangen. Der ruhelose Poet, der im Laufe seines in jeder Hinsicht bewegten Lebens in zig Ländern gelebt hat, war definitiv ein Seefahrertyp: Überall gibt es Schiffslaternen und Muscheln und hölzerne Einrichtungsgegenstände, selbst die Zimmerformen erscheinen ganz wie auf einem Schiff. Auf der zweiten Ebene, in die man über ein paar Stufen durch den Garten den Hang hinauf erreicht,   findet sich ein Kaminzimmer mit einem herrlichen Rundblick über die Stadt hinüber zu den majestätischen Kordilleren. Überall hängen Gemälde von Malerfreunden wie Diego Riviera bis hin zu einer Caravaggio-Replik eines sich im Kerzenschein räkelnden Kleinkindes (von dem Neruda angeblich behauptete, es zeige ihn als Säugling). Atmosphärisch erscheint mir das verwinkelte Anwesen wie eine Mischung aus Günter Grass‘ holzgeschnitztem Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert in Wewelsfleht – denn überall in Nerudas Haus knarren Dielen, wendeln sich enge hölzerne Treppchen, gibt es geschnitzte Borde und Türrahmen – und dem ostseehellen, pflanzenumwucherten Hanna-Höch-Häuschen in Berlin Heiligensee, mit Zimmerchen, hellen Fenstern und einer natürlich-maritimen Gestaltung, die Innen und Außen gleichermaßen zu einem Gesamtbild verwachsen lässt.


Auf der abgelegenen dritten Ebene des kleinen Anwesens, noch weiter den Hang hinauf, findet sich dann Nerudas schattiges Studio (auch hier, wie schon vorher, ein paar handgeschriebene Gedichtentwürfe im Original, aber unter dem Schreibtischglas), hier sieht man in einer Vitrine Nerudas gesammelte Preise – von Stalins "Lenin-Friedenspreis" bis hin zur Nobelpreismedaille für Literatur (die er im gleichen Jahr wie Willi Brand den Friedensnobelpreis bekam). An den Wänden altertümliche Stiche von Walfängerabenteuern an der Küste von Valparaíso sowie Fotos von Nerudas trauriger Beerdigung kurz nach dem Sturz Allendes. (Alvaro weißt mich auf einige alte Fotos von Idolen und Freunden Nerudas hin, neben Whitman, Majakowski und Rimbaud auch Marcel Marceau, der als persönlicher guter Freund selbst oft in diesem Haus Nerudas zu Gast gewesen sei. Alvaro meint, Marceau, der weltberühmte Pantomime, hätte anlässlich Nerudas Tod zum ersten und einzigen Mal auf der Bühne etwas gesagt.)

  Ich trinke noch einen Kaffee im Schatten der Bäume von Nerudas arkadischem Santaigoer Liebesnest La Chascona und verabschiede mich dann von Alvaro. Unten in der Stadt verlaufe ich mich prompt wieder exakt seitenverkehrt, was ich erst nach zwei, drei Kilometern bemerke, sodass ich ausnahmsweise eines der schwarz-orangefarbenen Asphalt-Gaucho-Taxis zur Hilfe nehmen muss, um am späten Nachmittag für eine dringend nötige Pause in Julios Dichterdomizil in der Providencia zu gelangen … (hrgg!)

Julio kommt ziemlich spät und geschafft  von der Arbeit, aber auch ich bin noch nicht fertig mit allen, was zu tun ist, dabei haben wir heute noch so viel vor: Neben den Übersetzungen, die fertigzustellen sind, sind wir heute noch zum Konzert von PANICO ein geladen - die sind hier in Santiago angeblich ja ein ganz großes Rock-Ding. Und wir kennen die Bassistin-Sängerin... Der Einfachkeit halber machen wir uns per Taxi auf den Weg zum Museum der schönen Künste, einem klassischen Museumsbau mit schmiedeeisernen Gittern und Löwen vor der Tür (nicht tatsächlich, aber es fühlt sich so an...). Unterwegs ruft Julio jemanden an und stell sein Handy auf laut: "Hallo wer ist da?" ruft eine alte Frauenstimme auf Deutsch; Julio antwortet etwas auf Spanisch und dann wird aufgelegt. "Das war sie." meint Julio. "Wer?" frage ich. "Margot." sagt Julio. "wenn alles klappt, sind wir Samstag abend in ihrem Haus." Margot Honecker, die Großmutter von Julios Dichterfreund Roberto Yanez.

  Das Konzert ist eigentlich eine Filmpremiere, der Film, den PANICO in der Atacama-Wüste gedreht haben, läuft schon, als wir kommen; aber da wir nicht offiziell auf der Gästeliste stehen und drinnen alle ihre Handy ausgestellt haben, kommen wir nicht rein.  Julio zeigt mir also erstmal das Viertel und wartet, ob jemand von drinnen zurückruft. Wir finden in einer Szenebar einen lustigen Laden, in dem es Voodopuppen von Pinochet und Chiles amtierenden Präsidenten Sebastián Piñera gibt, aber auch niedliche wollene Kuschelpuppen von Sokrates oder Charles Darwin sowie sogar Fingerpuppen von Tolstoi oder Baudelaire - leider erlesen handgearbeitet und alles viel zu teuer, um es als Spaß mal eben mitzunehmen. Dann  meldet sich Ingrid Isensee, die Filmschauspielerin, auf Julios Handy - sie ist noch gar nicht im Museumstheater, sondern kommt gerade erst von der (Casting-) Arbeit. Wir setzen uns in eine Bar und trinken chilenisches Honigbier bis uns Ingrid (wieder strahlend und  im überzeugenden Stil gekleidet, siehe Foto) abholt, und mit dem Charme ihrer Prominenz durch alle Kontrollen in den überfüllten Saal führt, wo nun bereits das Live-Konzert der Band nach dem Film begonnen hat. Die Musik beginnt psychedelisch (ein Peyote-Trip in den späten Sechzigern, einigten Julio und ich uns, und strichen uns demonstrativ unsere nicht mehr vorhandenen langen Haare hinter die Ohren...). Leider geht das fast eine Stunde so weiter, um dann am Schluss für 3 Minuten in einen großartig trockenen Elektro-Rocksong zu münden. Das war's. Leider. Genug für uns, Mitternacht war vorüber, und alte Knaben wie wir müssen ins Bett weil morgens früh raus.